Das gute Ende einer knappen Angelegenheit
ETB Wohnbau Baskets bezwingen die Cuxhaven Baskets "Am Hallo" mit 75:71

Gegen die Cuxhaven Baskets haben die ETB Wohnbau Baskets Essen beim 75:71-Erfolg am Samstagabend den vierten Sieg in Folge in der 2. Basketball-Bundesliga ProB eingefahren. Die Niedersachsen stellten die Essener jedoch vor Probleme. Und so entwickelte sich ein Spiel, das über 40 Minuten zwar nicht immer hochklassig, dafür aber ungemein spannend war. Durch zwei Turnover im Endspurt der Partie sogar tatsächlich bis zum Schluss.

Der Samstagabend ließ sich gut an aus Essener Sicht. Per Alley-Oop stopfte Adam Touray den Ball nach 14 Sekunden zum ersten Mal durch die Reuse. Vier weitere Punkte von Touray später stand es 6:2 (3.). Es fiel noch ein Dreier von Montrael Scott. Und die Essener anschließend in ein Loch. Die Gäste aus Cuxhaven nutzten die Gunst der Stunde, stellten ihr Spiel ein wenig um – und gingen beim 10:9 (6.) erstmals in Führung. Erst im Endspurt des zweiten Viertels gelang es den Essenern, sich die Führung zurück zu erkämpfen (27:26, 17.). Die Freude währte indes nur kurz.

Finn Fleute sorgte mit einem Korbleger in letzter Sekunde dafür, dass der Rückstand der Wohnbau Baskets zur Pause lediglich zwei Zähler betrug (33:35.). Und im dritten Viertel gelang es den Essenern endlich, der Partie die Wendung zu geben, die sich der Großteil der 1455 Zuschauer in der Sporthalle „Am Hallo“ wünschte. Mit einem 9:0-Lauf konnten die sich die Hausherren – angeführt vom bärenstarken Adam Touray (23 Punkte, 10 Rebounds, 5 Blocks) - ein kleines Sechs-Punkte-Polster erkämpfen. Und jetzt, da die Schützlinge von Coach Igor Krizanovic die Kontrolle übernommen hatten, gaben sie diese auch nicht mehr wirklich her.

Zwar versuchten die Cuxhavener im Schlussabschnitt noch einmal alles, um das Spiel zu drehen, gingen durch einen Dreier von Andreas Hasenkamm sogar noch einmal in Führung (53:52, 33.). Doch Essen hatte auf nahezu jeden Vorstoß der Gäste die passende Antwort parat. Hier ein defensiver Stopp, dort ein wichtiges Erfolgserlebnis in der Offensive. Den Hasenkamm-Dreier beantwortete beispielsweise Nick Tufegdzich seinerseits von Downtown.

Beim 68:61 (37.) schien es bereits, als sei die Vorentscheidung gefallen. Moritz Hübner (15 Punkte) und Jannes Hundt (7) stellten den Anschluss für Cuxhaven jedoch wieder her. Montrael Scott (16 Punkte, 13 Assists) und Tim van der Velde, der mit acht Punkten und zehn Assists nur knapp ein Double-Double verpasste, verschafften Essen mit ihren wichtigen Treffern wieder ein wenig Luft. Durch zwei unnötige Ballverluste der Hausherren in den letzten 90 Sekunden witterten die Niedersachsen noch einmal Morgenluft. Zwar konnte Terence Smith (12 Punkte, 8 Rebounds) per Dreier nochmal auf 71:73 verkürzen. Im Gegenzug machte Nick Tufegdzich von der Freiwurflinie aber alles klar.

Die Punkte der ETB Wohnbau Baskets gegen die Cuxhaven Baskets:
Dilhan Durant, Tim van der Velde (8 Punkte, 10 Assists), Yannik Tauch (3/1 Dreier), Jacob Albrecht, Till Hornscheidt (4), Nick Tufegdzich (19/3), Nikola Gaurina, Finn Fleute (2), Adam Touray (23, 10 Rebounds), Philipp von Quenaudon (DNP), Montrael Scott (16/3, 13 Assists)

Stimmen zum Spiel
Markus Röwenstrunk, Trainer Cuxhaven Baskets: „Wir haben uns das zwar ein bisschen anders vorgestellt, müssen aber ehrlicherweise sagen, dass wir unseren Gameplan nicht wirklich umgesetzt haben. Wir wollten wesentlich mehr unter dem Korb dominieren, die Rebounds dominieren. Unser Problem war aber zu Beginn, dass wir den Ball nicht unter den Korb bekommen haben. Mit der Umstellung aufs kleinere, schnellere Spiel sind wir dann besser in die Partie gekommen. Und eigentlich war das für uns auch der richtige Weg, am Ende hat es dann aber trotzdem nicht gereicht. Adam Touray hat uns richtig weh getan. Er hat toll gespielt, aber wir haben da auch einfach nicht gut genug gearbeitet.“

Igor Krizanovic, Trainer ETB Wohnbau Baskets: „Es war ein enorm wichtiger und entsprechend auch hart erkämpfter Sieg. Wir sind zwischendurch in tiefe Löcher gefallen, haben uns das Leben schwer gemacht. Insgesamt haben wir aber relativ solide gespielt, nicht überragend, aber okay. Uns fehlt ein wenig die Frische, deswegen müssen wir erstmal froh sein, dass wir das Spiel gewonnen haben. Fakt ist, dass wir besser spielen können, aber auch besser spielen müssen. Vor allem das Umschalten von Angriff auf Verteidigung war in diesem Spiel häufig nicht optimal. Wir haben aber ehrlich gesagt auch nicht erwartet, dass Cuxhaven das Spiel so schnell machen würde. Damit hatten wir einige Probleme. Adam steigert sich von Spiel zu Spiel. Er macht einen tollen Eindruck und ist schon ein sehr, sehr wichtiger Faktor in unserem Spiel.“

 


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