Ein Erfolg gegen den steigenden Druck
ETB Wohnbau Baskets empfangen Cuxhaven Baskets zum ersten Playdown-Heimspiel

Die deutliche 73:93-Pleite beim RSV Eintracht Stahnsdorf hat die ETB Wohnbau Baskets kräftig durchgeschüttelt. Vor dem ersten Playdown-Heimspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProB am Samstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle „Am Hallo“, Ernestinenstraße 57) gegen die Cuxhaven Baskets wächst der Druck auf das Team von Coach Philipp Stachula. Druck, aus dem die Essener die positiven Eigenschaften ziehen müssen, um den Niedersachsen mit breiter Brust entgegentreten zu können!

Das Umfeld der Cuxhavener ist in Aufruhr. Rund um die Playdowns geht’s im Norden ziemlich hoch her. Es wird ein Nachfolgemanagement für die Gesellschaft gesucht, um den Basketball-Standort Cuxhaven sichern zu können. Diese Situation ergibt sich unter anderem aus der Tatsache, dass der zeitliche Aufwand für jeden der vier Geschäftsführer enorm angestiegen sei sowie zu wenige helfende Hände für die Gesamtaufgaben zur Verfügung stehen, heißt es auf der Homepage der Cuxhavener.

Aber nicht nur im Hintergrund rumort es. Die Nordlichter haben auch personelle Probleme. So müssen sie in den Playdowns ohne ihre Imports auskommen. Terence Smith hat sich eine schmerzhafte Knochenprellung im Knie zugezogen und ist nicht mehr einsatzfähig. Mit durchschnittlich 14 Zählern war der 26-jährige Point-Guard zweitbester Scorer der Cuxhavener in der laufenden Spielzeit. „Die Verletzung ist dermaßen gravierend, dass an einen Einsatz in dieser Saison nicht mehr zu denken ist“, heißt es auf der Homepage der Baskets.

Lamar Roberson, der in zehn Spielen für Cuxhaven durchschnittlich 12,7 Punkte und 5,5 Rebounds aufgelegt hat, hat sich zudem überraschend nach Argentinien abgesetzt – und steht somit ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Vor den Playdowns haben die Cuxhavener zudem eine weitere personelle Veränderung vorgenommen. Nachdem Stephan Völkel zuvor als sportlicher Berater agierte, übernahm er vor der Abstiegsrunde das Amt von Headcoach Markus Röwenstrunk.

Doch von all diesen Nebenkriegsschauplätzen lassen sich die Cuxhavener nicht beeindrucken. Zum Auftakt feierten die Baskets einen überzeugenden 86:73-Erfolg gegen Stahnsdorf. Und am vergangenen Wochenende unterlagen sie dem SC Rist Wedel nur denkbar knapp mit 78:80.

„Cuxhaven spielt mit Herz und kämpft um die letzte Chance. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagt Philipp Stachula, Headcoach der ETB Wohnbau Baskets.

Auf der Gegenseite tun sich die Essener schwer, Spiele zu gewinnen. Auch, weil die Stabilität zuletzt nicht konstant aufs Feld gebracht worden ist. „Wir müssen auf den Punkt fokussiert und uns der Schwere der anstehenden Aufgabe bewusst sein“, so Stachula weiter. Die Niedersachsen, sagt er, haben nichts zu verlieren, spielen hart und als Team. „Das machen sie wirklich ordentlich. Wir müssen dagegenhalten“, so der Wohnbau Baskets-Coach. Zwar sei es für die Jungs schwer, sich nach den vielen Rückschlägen während der Rückrunde wieder freizuschwimmen, dennoch beobachtet er mit jeder Einheit kleine Fortschritte.

„Die Konsequenz und die guten Entscheidungen, die die Jungs im Training treffen, müssen sie ins Spiel transportieren“, so Stachula. Natürlich sei die Situation für alle Beteiligten alles andere als angenehm. Aber: „Unser Ziel ist klar. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Jungs das Ruder rumreißen können. Vielleicht war die Niederlage in Stahnsdorf auch das richtige Signal zur rechten Zeit“, sagt Stachula.

Die Ausgangslage: Cuxhaven ist mit aktuell 12 Punkten Tabellenletzter der Nord-Playdowns, hat zwei Siege Rückstand auf die ETB Wohnbau Baskets (16), die trotz der Niederlage gegen Stahnsdorf hinter dem SC Rist Wedel (20) auf Rang zwei stehen. Wedel kann am Samstagabend gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf (14) den Klassenerhalt bereits perfekt machen! Das Hauptrundenspiel zwischen Essen und Cuxhaven gewannen die ETB Wohnbau Baskets am 11. November knapp mit 75:71.

Hinweis: Wer es am Samstagabend nicht in die Halle schafft, hat die Möglichkeit, das Spiel unter www.sportdeutschland.tv im Livestream zu verfolgen!

 


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