Starker Essener Auftritt in der Main-Kinzig-Halle
ETB Wohnbau Baskets besiegen White Wings Hanau überraschend klar mit 77:55

Die ETB Wohnbau Baskets Essen bleiben durch den deutlichen 77:55 (45:25)-Erfolg bei den Hebeisen White Wings Hanau im Rennen um den Klassenerhalt in 2. Basketball-Bundesliga ProA. Gegen die Hessen lieferten die Essener eine solide Partie ab. Auch, weil die Intensität von Beginn an gestimmt hat. Zwar gab es auch in Hanau Schwächeperioden, aber keinen kompletten Einbruch. Ausschlaggebend für den vierten Auswärtserfolg war jedoch die starke Defensivleistung der Wohnbau Baskets.

Nervös starteten beide Mannschaften in die Partie. Bevor die ersten Punkte auf dem Scouting-Bericht notiert werden konnten, leisteten sich beide Mannschaften bereits jeweils einen Ballverlust. Ashton Moore war es, der die Essener nach 24 Sekunden per Korbleger in Führung brachte. Till-Joscha Jönke antwortete für Hanau mit zwei verwandelten Freiwürfen. Es war der letzte Ausgleich der Partie. Mit seinen sieben Punkten im ersten Viertel hatte Maurice Creek maßgeblichen Anteil daran, dass die Wohnbau Baskets nach den ersten zehn Minuten mit 19:12 führten.

Und Creek war es auch, der der Partie im zweiten Viertel seinen Stempel aufdrückte. Drei Dreier versenkte er im zweiten Abschnitt, erzielte insgesamt elf Punkte. Womit er schon zur Pause alle seine 18 Zähler, die er am Samstagabend aufgelegt hat, eingefahren hatte. Creeks Part übernahm nach dem Seitenwechsel Jannik Lodders. Der 24-jährige Flügelspieler brachte es in der ersten Halbzeit nur auf zwei Zähler – und drehte nach der Pause richtig auf. Er beendete das Spiel als Topscorer – mit 23 Punkten und sieben Rebounds.

Doch, was war der Schlüssel zur starken Leistung in Hanau: „Wir haben Hanau durch unsere Defense aus dem Konzept gebracht. Im Gegenzug haben wir das Spiel schnell gemacht – und als Team zusammengehalten“, sagte Leo Vrkas nach dem Spiel. Und Chris Alexander ergänzte: „Wir konnten unseren Gameplan durchdrücken und haben offensiv hochprozentig abgeschlossen. Wir haben immer noch Luft nach oben, aber für den Moment war es okay. Es war ein extrem wichtiges Spiel für uns, entsprechend froh sind wir, dass wir es gewonnen haben“, so der 33-Jährige. Alexander kam in der Endabrechnung auf 13 Zähler.

Schon zur Pause war die Partie in Hanau vorentschieden. Die Wohnbau Baskets hatten sich eine komfortable 20 Punkte-Führung erspielt – und brachten diese konzentriert über die Zeit. Auch wenn Maurice Creek und Jannik Lodders, die gemeinsam mehr als die Hälfte der Essener Punkte erzielt haben, die Scoring-Last der Essener getragen haben, so war es doch das Team, das überzeugen konnte. Point Guard Ashton Moore erzielte zwar „nur“ sechs Punkte, verteilte aber acht Assists. Eric Thompson beendete die Partie ebenfalls mit sechs Zählern, sammelte aber neun Rebounds ein. Indizien, die Rückschlüsse auf eine überaus solide Leistung zulassen.

Kruize Pinkins, der im Schnitt knapp 18 Zähler pro Partie macht, hielten die Essener bei zwölf Zählern. Till-Joscha Jönke (Schnitt: 10,1) blieb gegen Essen ohne Korberfolg aus dem Feld, erzielte lediglich sechs Punkte von der Freiwurflinie. Das Rebound-Duell haben die Essener zudem mit 43:29 deutlich für sich entschieden. Und mehr Assists legten sie ebenfalls auf.

Einziger Wermutstropfen: 24 Turnover leisteten sich die Wohnbau Baskets in der Main-Kinzig-Halle. Dass die White Wings aus dieser Tatsache kein Kapital schlagen konnten, ist Glück für das Team von Igor Krizanovic, das nun den Fokus auf die nächste Aufgabe richtet: Das Heimspiel gegen die Römerstrom Gladiators Trier, das am kommenden Samstag, 18. März, 19.30 Uhr in der Sporthalle „Am Hallo“ ausgetragen wird.

Hebeisen White Wings Hanau – ETB Wohnbau Baskets 55:77 (12:19, 13:26, 15:22, 15:10)
Die Punkte der ETB Wohnbau Baskets Essen in Hanau: Alexander (13), Vrkas (2), Moore (6), Hornscheidt, Gebhardt, Thompson (6), Volk, J. Lodders (23/4 Dreier), R. Lodders (3/1), Creek (18/4), Carraway (6)

Stimmen zum Spiel

Simon Cote, Trainer Hebeisen White Wings Hanau: „Unsere Mechanismen haben nicht funktioniert. Natürlich hat Essen einen guten Job gemacht, gerade offensiv, wir haben es ihnen aber auch zu einfach gemacht. Wir müssen sie zu schwierigeren Würfen zwingen. Offensiv waren wir zu egoistisch, haben den Ball nicht gut bewegt.“

Igor Krizanovic, Trainer ETB Wohnbau Baskets: „Wir sind genauso in das Spiel gekommen, wie man in so ein Spiel kommen muss: fokussiert, konzentriert, wach und aggressiv. Durch den Erfolg sind wir auf zwei Punkte an die Konkurrenz herangerückt und haben ein bisschen Druck aufgebaut. Der Erfolg in Hanau kann aber nur der erste Schritt sein, jetzt müssen wir nachlegen und dürfen nicht nachlassen. Wir haben jetzt häufiger auswärts als zuhause gewonnen, diese Tatsache sollte für jeden Ansporn genug sein, das Konto in der nächsten Woche wieder ausgleichen zu wollen.“


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